Blog

Benutz Deinen Steuerberater wie ein Schweizer Taschenmesser

13. November 2025 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Benutz Deinen Steuerberater wie ein Schweizer Taschenmesser. Er ist ein unternehmerisches Werkzeug – eines, das Du ohnehin bezahlst und das erstaunlich viel kann. Nur: Ein Werkzeug musst Du benutzen. Wenn Du in den Wald gehst, einen Stock schnitzen willst und das Messer nicht dabeihast, wird es schwierig mit den Fingern.

Genau daran scheitert es in vielen Betrieben. Die Mandanten wissen schlicht nicht, wie sie mit ihrem Steuerberater umgehen sollen. Birgit Erspach hat den Grund in unserem Gespräch auf den Punkt gebracht: Wir haben vor dem Steuerberater so viel Angst wie vor dem Zahnarzt. Ich kenne das von der anderen Seite – wenn ich einen Mandanten anrufe, den ich lange nicht gesprochen habe, ist mein erster Satz: „Hier ist Dein Steuerberater. Ist nichts Schlimmes."

Dabei kann Dein Steuerberater eines grundsätzlich nicht: wissen, was Du vorhast. Er sitzt nicht auf Deinem Schoß. Ob Du ein Gerüst kaufen willst, ein Auto oder eine neue Filiale eröffnen – woher soll er das wissen? Deshalb gilt: Ruf ihn an, bevor Du investierst. Nicht für jeden Kugelschreiber, aber bei allem, was strategisch ist. „Ich will ein Auto kaufen – was muss ich beachten?" Das ist keine Störung. Das ist sein Job, und er sitzt den ganzen Tag dafür am Schreibtisch. Manchmal lautet die beste Antwort auf die Frage nach der zweiten Filiale eben: Schließ erst mal die in Berlin, die macht keinen Umsatz.

Ein Schweizer Taschenmesser nützt Dir nichts, solange es zugeklappt in der Tasche steckt.

Teilen:

Alle Beiträge