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Zahlen sind Medizin gegen Angst: die Dreizehn-Wochen-Vorschau

4. Dezember 2025 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Angst als Unternehmer ist diffus: Reicht das Geld? Wie lange noch? Was wird aus meiner Existenz? Solange diese Fragen unbeantwortet im Kopf kreisen, wird die Angst größer – und Du triffst genau dann die falschen Entscheidungen, wenn Du die richtigen am dringendsten brauchst.

Das wirksamste Erste-Hilfe-Mittel kommt ausgerechnet von einer, die diese Ängste selbst durchgemacht hat. Unternehmerin Birgit Ersbach, deren Eventagenturen Corona mit einem Fingerschnippen traf, empfiehlt als ersten Schritt: Zahlen, Daten, Fakten.

Konkret heißt das zweierlei:

  1. Eine knallharte Analyse des Status quo. Wo stehe ich gerade mit meiner Liquidität – nicht gefühlt, sondern schwarz auf weiß?
  2. Eine Vorschau über mindestens neunzig Tage – dreizehn Wochen, ein Quartal: Was kommt an Geld herein, welche Ausgaben stehen an?

Das ist wie beim Arzt, der auf Dein Herz schaut und Dir sagt, wie es wirklich steht: Lass das Unternehmerherz einmal durchchecken. Danach hast Du wieder Luft zum Atmen und eine Grundlage, um von dort aus die nächsten Schritte zu gehen. Denn Krise heißt Verlust der Steuerbarkeit – und die Vorschau gibt Dir das Steuer zurück: Wenn Du weißt, wo Dein Feind steht, weißt Du, wo Du angreifen musst.

Bei Birgit ist daraus ein tägliches Ritual geworden: Ihre Liquiditätsvorschau ist ein Dashboard, das sie jeden Morgen öffnet – so selbstverständlich wie ihr Mailprogramm. Und wenn Du so eine Vorschau nicht selbst aufstellen kannst: Frag Deinen Steuerberater. Genau dafür ist er da.

Angst wächst im Ungefähren. Dreizehn Wochen Klarheit entziehen ihr den Nährboden.

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