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Was Du tolerierst, wird zum Standard

11. März 2026 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

In Deinem Team gibt es Menschen, die wirklich funktionieren: Die denken mit, liefern ab und lösen Probleme, bevor Du gemerkt hast, dass eins entstanden ist. Und es gibt die anderen – die, die warten. Die lieber fragen, statt selbst nachzudenken. Die halbfertige Aufgaben liegen lassen, die dann bei anderen auf dem Tisch landen.

Weißt Du, was passiert? Deine High Performer räumen auf. Jeden Tag, ohne zu murren, weil die Arbeit einfach weg muss. Sie erklären zum dritten Mal, was schon zweimal erklärt wurde. Sie kompensieren, sie puffern ab, sie halten Dein System am Laufen – weil sie Profis sind und das Team nicht hängen lassen wollen.

Und wenn sie doch einmal etwas sagen? Dann gelten sie plötzlich als schwierig. Als arrogant. Denk an die letzten fünf Beschwerden, die an Deinem Tisch gelandet sind: Wer hat sich beschwert – und über wen? Low Performer oder High Performer?

Irgendwann ist bei Deinen Besten der Tank leer. Nicht wegen Dir, nicht wegen des Gehalts, nicht wegen der Arbeitszeiten – sondern wegen der Kollegen, die immer wieder mit ihrer Mittelmäßigkeit davonkommen. Dann kündigen sie. Erst innerlich, dann wirklich. Und Du verstehst nicht einmal warum, denn das Betriebsklima ist doch so gut.

Das ist die bitterste Form von Führungsversagen – und sie beginnt mit einer Frage, die sich die meisten Unternehmer nie stellen: Welches Verhalten toleriere ich, und was signalisiere ich damit meinem Team? Denn Dein Team beobachtet Dich genau. Was Du durchgehen lässt, wird zur Norm.

Deine Besten kündigen nicht wegen Dir. Sie kündigen wegen der Kollegen, die Du ihnen zumutest.

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