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Ändere Dein Produkt auf dem Gipfel, nicht im Tal
Jedes Produkt hat einen Lebenszyklus – ein Produkt darf auch mal ein Ende haben. Manche scheitern, bei anderen ist einfach die Zeit vorbei. Der DVD-Player war kein schlechtes Produkt; die Filme kommen heute nur anders ins Wohnzimmer.
Der entscheidende Punkt ist der Zeitpunkt, an dem Du über Veränderung nachdenkst. Nicht, wenn das Produkt tot ist. Sondern auf der Spitze – dann, wenn es am besten läuft. Denn wenn es jetzt am besten läuft, gibt es danach nur noch eine Richtung: abwärts. Genau dann musst Du anfangen zu überlegen, was Du tun wirst, wenn dieses Produkt ausläuft.
Warum fällt das Unternehmern so schwer? Drei Gründe:
- Das Eingeständnis. Ich müsste mir und anderen sagen: Das, was ich habe, funktioniert so nicht mehr. Das macht niemand gern.
- Die Veränderung selbst. Menschen und Veränderung sind ohnehin ein schwieriges Paar.
- Die Ungewissheit. Jetzt weiß ich wenigstens, dass es nicht läuft. Ob das Neue besser läuft, weiß ich nicht.
Dagegen hilft die alte Indianerweisheit: Wenn das Pferd tot ist, steig ab. Und der Blick auf die, die es vorgemacht haben: Der Reisekonzern TUI war früher die Preussag und hat sein Geld mit Stahl verdient. McDonald's ist nach der katholischen Kirche der zweitgrößte Grundstücksbesitzer der Welt – das eigentliche Geschäft sind Grundstücke und ein Franchise-System, nicht Burger.
Genau da zeigt sich unternehmerische Qualität: ehrlich zu Dir selbst sein, feststellen, dass es so nicht mehr funktioniert – und es anders machen. Du bist Unternehmer. Also unternimm etwas.
Wenn Dein Produkt am besten läuft, gibt es nur noch eine Richtung: abwärts. Genau das ist der Moment, das nächste zu bauen.
Rosenbaum