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Geh nicht zur Bank. Geh zu Deinem Steuerberater.

6. Mai 2026 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Wenn es eng wird, führt der erste Weg der meisten Unternehmer zur Bank. Der richtige erste Weg führt zum Steuerberater.

Birgit Eschbach hat es anders gemacht – und bereut es. Ihre Eventagenturen waren in der Corona-Zeit von heute auf morgen einsatzunfähig, zwei Jahre extreme finanzielle Sorgen. Aufgewachsen mit dem Satz „Sorgen löst man allein" ging sie zur Bank und steckte ihr Privatvermögen in die Firma. Sie hat es geschafft, ohne Insolvenzverwalter. Ihr Fazit trotzdem: Ich hätte mir Sorgen sparen können – und Geld.

Warum der Steuerberater zuerst? Wenn Du ein Thema hast, mit dem Du nicht klarkommst, gehst Du zum Arzt. Der Hausarzt des Unternehmers ist der Steuerberater. Er kennt Deine Zahlen, er weiß, was die Bank sehen will, bevor Du dort sitzt – und wenn er Dein Problem nicht selbst lösen kann, kennt er jemanden, der es kann.

Und woran merkst Du, dass es so weit ist? An einem einfachen Test: Wenn Du den Gedanken hast, Oma zu fragen, weißt Du – hier stimmt was nicht. Setz für Oma jeden anderen privaten Geldgeber ein. Wer private Aktien auflöst oder das Haus der Familie beleiht, ist längst in der Krise.

Je früher Du gehst, desto mehr ist möglich. Wolfgang Grupp bringt es auf den Punkt: Jedes große Problem war zu Anfang ein kleines Problem. Hätte man es klein gelöst, gäbe es jetzt kein großes.

Die Bank ist nicht Dein erster Ansprechpartner in der Krise – sie ist die Prüfung, auf die Dich Dein Steuerberater vorbereitet.

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