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Eine Idee ist kein Ziel

31. Dezember 2025 · Olaf Rosenbaum · 2 Min. Lesezeit

Warum scheitern gute Vorsätze? Nicht an Deiner Disziplin. Sie scheitern daran, dass sie nie Ziele waren – sondern Ideen.

Meine Podcast-Partnerin Birgit Ersbach hat mir dafür in unserer Jahresplanungs-Folge unfreiwillig das beste Beispiel geliefert. In ihrem Planungsbuch stand ein Vorhaben: eine Podcast-Reise mit allen Hosts ihres Hauses – ein Wochenende an einem schönen Ort, drei Tage Content produzieren, drei Tage Austausch. Klingt großartig. Und was ist passiert? Nichts. Die Idee wurde nie weiterverfolgt, und am Jahresende gab es nichts zu messen.

Genau das ist der Punkt: Eine Idee ist ein „Man könnte ja mal". Ein Ziel ist messbar. Mit Peter Drucker gesagt: Was nicht messbar ist, existiert nicht. Aus der Idee „Podcast-Reise" wird erst dann ein Ziel, wenn dort steht: drei Tage im Juni mit zehn Leuten. Jetzt gibt es einen Termin, eine Zahl – und am Jahresende eine klare Antwort: erreicht oder nicht erreicht.

Ideen habe ich sieben Millionen, und das ist auch gut so – Ideen dürfen liegen bleiben. Aber der Jahresplan ist kein Ort für Ideen. Prüfe deshalb jeden Deiner Vorsätze für das neue Jahr mit einer einzigen Frage: Woran messe ich, ob ich das erreicht habe? Findest Du keine Antwort, hast Du kein Ziel aufgeschrieben, sondern einen Wunsch.

Ein Vorsatz, den Du nicht messen kannst, ist keiner – er ist eine Idee mit Datum vom ersten Januar.

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