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Die Führungskrise kommt beim siebten Mitarbeiter
Es gibt eine Studie aus den Siebzigerjahren, die sieben Krisenstadien von Unternehmen beschreibt. Die erste Krise trifft ein Unternehmen bei etwa sieben Mitarbeitern – und sie heißt Führungskrise.
Das Muster: Du versuchst als Gründer, alles selbst zu entscheiden, alles selbst zu machen, überall dabei zu sein. Nach meiner Erfahrung geht das bis maximal fünf Mitarbeiter einigermaßen gut – dann arbeitest Du aber schon stramm. Ab sieben Mitarbeitern wirst Du der Engpass, der Flaschenhals. Das System funktioniert nicht mehr, und das Unternehmen gerät in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das ist keine Beraterglaskugel, das sind Zahlen, Daten, Fakten.
Ab zehn, zwölf, fünfzehn Mitarbeitern beginnt dann die Todeszone: zu groß, um klein zu sein, zu klein, um groß zu sein. Genau dort scheitern viele Unternehmer. Wer sein Führungsmodell an dieser Stelle nicht ändert, hat verloren.
Das eigentliche Problem: Viele führen ein Unternehmen mit zwanzig oder dreißig Mitarbeitern immer noch so, als wären es vier. Das funktioniert nicht. Das kann nicht funktionieren – ein einzelner Kopf schafft das schlicht nicht mehr.
Und hier kommt der wichtige Punkt: Du bist nicht der Flaschenhals, weil Du es willst. Du bist es, weil Du ein System gebaut hast, das Dich dazu zwingt – eines, in dem niemand aufgeschrieben hat, wer was macht, wer was entscheidet und wer an wen berichtet. Raus aus dem Flaschenhals geht nur mit Struktur. Und der Beginn von Struktur ist ein Organigramm – gerade in kleinen Betrieben.
Die Führungskrise wartet nicht, bis Du groß bist. Sie kommt beim siebten Mitarbeiter – und sie fragt nicht Dein Team, sondern Dein System.
Rosenbaum