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Dein Team merkt, was Dich wirklich interessiert
Kennst Du das als Chef? Du ordnest etwas an – und wenn Du nicht hinterher bist, finden Deine Mitarbeiter irgendwann heraus, dass es Dich gar nicht interessiert. Und lassen es sein. Das ist völlig verständlich; als Arbeitnehmer habe ich es mit Sicherheit genauso gemacht. Vorwerfen kannst Du das niemandem. Du musst Dich kümmern – und klarmachen, dass es Dir wichtig ist.
Genau daran sterben die meisten Ziele: „set and forget". Ziel gesetzt, Messwert definiert, vergessen. Wertvoll wird ein Zielsystem erst, wenn Du die Zahlen regelmäßig hervorholst und Dein Team merkt: Das interessiert jemanden.
Deshalb gibt es bei OKRs das wöchentliche Meeting. Und zwar nicht acht Stunden mit Keksen, Kuchen und Kaffee, sondern: im Stehen, ohne Getränke. Angefangen wird, sobald die Glocke bimmelt – nicht, wenn der Letzte da ist. Zehn, maximal fünfzehn Minuten, dann bimmelt die Glocke wieder, und der Termin ist vorbei, egal ob ihr fertig seid. Wie in der Schule: Es klingelt, Tasche gepackt, auch wenn der Lehrer mitten im Satz ist.
Und das Wichtigste: Du leitest dieses Meeting nicht. Jedes Ziel hat einen verantwortlichen Mitarbeiter, ein OKR-Verantwortlicher führt durch den Termin – Du bist nur Teilnehmer, mit denselben Rechten wie alle anderen: zuhören und nur reden, wenn Du dran bist. Schwierig, funktioniert aber.
Wenn Dir wöchentlich zu viel ist: mindestens alle vierzehn Tage. Monatlich kannst Du vergessen – dann laufen Projekte drei, vier Wochen aus der Spur, und das wieder geradezuziehen nervt total.
Ein Ziel, nach dem nie jemand fragt, ist für Dein Team kein Ziel. Es ist eine Laune, die vorübergeht.
Rosenbaum