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Bist Du die beste Fachkraft in Deinem Betrieb? Dann hast Du ein Problem
Deine größte Stärke als Gründer war, die beste Fachkraft zu sein. Genau diese Stärke wird zum Problem – und zwar dann, wenn Du nachhaltig die beste Fachkraft in Deinem Unternehmen bleibst.
Steve Jobs hat das wunderbar formuliert: Bei Apple stellen wir keine Leute ein, denen wir erklären müssen, wie es funktioniert – wir stellen Leute ein, die uns erklären, wie es funktioniert. Bleibst Du in Deinem Betrieb immer der Beste, hast Du eine falsche Personalpolitik. Du wirst immer wieder eingreifen müssen, immer wieder erklären müssen, wie es geht – weil die anderen es nicht können.
Versteh mich richtig: Wissen schadet nicht. Wer Steuerberater werden will, sollte wissen, wie Buchhaltung geht – idealerweise mit einer Ausbildung zum Steuerfachangestellten, damit er seine Mitarbeiter versteht und ihre Probleme erkennt. Eine gute Fachkraft zu sein ist sehr hilfreich. Nur die beste im Haus solltest Du nicht bleiben.
In meinem Unternehmen arbeitet niemand, der nicht irgendetwas besser kann als ich. Das ist mir unglaublich wichtig. Der eine ist der bessere Steuerrechtler, der andere macht Buchhaltung auf Spitzenniveau. Ich bin nicht der liebe Gott, ich kann nicht alles am besten – und ich will es auch gar nicht. Genau deshalb funktioniert mein Unternehmen ohne mich: Ich muss niemanden anleiten, niemanden managen, niemandem erklären, wie eine Buchhaltung funktioniert. Das wissen meine Leute besser als ich.
Und erst diese Freiheit gibt Dir die Zeit für die Fragen, die nur Du beantworten kannst: Was macht die KI mit meinem Geschäft? Wie verschlanke ich die Prozesse? Wo soll das Unternehmen in fünf Jahren stehen?
Versammle Menschen um Dich, die etwas besser können als Du – oder bleib für immer der Engpass Deines eigenen Unternehmens.
Rosenbaum